CERN-Wettbewerb

CERN lädt Schüler zum Experiment ein

Das CERN ist bekannt für den Large Hadron Collider (LHC), aber das Europäische Labor für Teilchenphysik in Genf ist mehr als der LHC. So nehmen Teilchenstrahle, bei denen Strahlen auf fixierte Materialproben gelenkt werden, um diese zu untersuchen, grossen Raum in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des CERN ein. Die Teilchenstrahle werden für eine grosse Vielfalt von Experimenten verwendet, etwa um zu untersuchen, wie Protonen im Innern zusammenwirken, oder um die geheimnisvolle Antimaterie zu verstehen.

Foto Beam Line

Gymnasiasten ab 16 Jahren

Anlässlich seines 60jährigen Bestehens im Jahr 2014 wird das CERN einem Schülerteam einen voll ausgerüsteten Teilchenstrahl zur Verfügung stellen, um dort ein Experiment durchzuführen. Die Schüler werden dabei unterstützt von Physikern, Ingenieuren und Informatikern, die bei der Datenerfassung und -auswertung helfen. Die Experimentierzeit an dem Teilchenstrahl wird in einem wissenschaftlichen Wettbewerb vergeben, so wie das für alle Experimente am CERN üblich ist.

Am Wettbewerb können Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ab 16 Jahren teilnehmen. Jedes Team ist zusammengesetzt aus einigen bis maximal 30 Schülern, begleitet von mindestens einer erwachsenen Begleitperson. Bis zu neun Teammitglieder und zwei Begleitpersonen werden im Herbst für ein bis zwei Wochen ans CERN eingeladen, um das Experiment durchzuführen. Die Teams können aus Schülern einer Schule bestehen, oder aus Schülern mehreren Schulen, die zusammenarbeiten. Eine Kommission aus CERN-Physikern wird aus den eingereichten Vorschlägen eine Vorauswahl treffen, und diese Shortlist geht dann an die SPSC, jene Kommission, die alle Vorschläge für Experimente an den Beschleunigern des Super Proton Synchrotrons (SPS) und des Proton Synchrotrons (PS) beurteilt.

Zu Beginn sollten die Schülerteams die Informationen über den Teilchenstrahl und die Experimentiereinrichtung sorgfältig studieren. Dann sollten die Schülerteam mitteilen, warum sie glauben, sie sollten die Gelegenheit erhalten, ihr Experiment am weltweit führenden Labor für Teilchenphysik durchzuführen.

Die Vorschläge werden nach den folgenden Kriterien bewertet:

● Motivation der Schülerinnen und Schüler

● Kreativität

● Machbarkeit des Vorschlags

● Demonstration der Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten

Wie die Teilnahme erfolgt

Es gibt einen harten Wettbewerb, um zu den einzigartigen Einrichtungen des Europäischen Labors für Teilchenphysik zugelassen zu werden; alle Experimente am CERN müssen durch eine wissenschaftliche Kommission gutgeheissen werden. Eine erfolgreiche Bewerbung eines Forscherteams, das ein Experiment am CERN durchführen möchte, umfasst folgende Schritte:

● Das Forscherteam lässt der Kommission eine Absichtserklärung zukommen.

● Die Kommission lädt das Forscherteam ein, einen ausführlichen Vorschlag einzureichen.

● Das Forscherteam reicht einen ausführlichen Vorschlag ein.

● Wenn der Vorschlag des Forscherteams als Experiment akzeptiert wird, wird dieses in das Forschungsprogramm des Labors aufgenommen.

Die Vergabe der Strahllinie an ein ausgewähltes Schülerteam folgt den gleichen Schritten:

(1.) Bis spätestens 31. Januar 2014: Registrierung der Teams (Interesse an Teilnahme bekanntgeben)

(2.) Bis spätestens 31. März 2014: Die Teams reichen ihren ausführlichen Vorschlag ein

(3.) Alle Vorschläge werden durch eine Kommission aus CERN-Wissenschaftlern bewertet; eine Shortlist gelangt zur Kommission SPSC (im Vordergrund stehen in der Phase Motivation und Kreativität)

(4.) Mai 2014: Die SPSC bewertet die ausgewählten Vorschläge und bestimmt das Siegerteam

(5.) Juli bis September 2014: Neun Mitglieder des Siegerteams und zwei erwachsene Begleitpersonen kommen ans CERN, um ihr Experiment durchzuführen

Weitere Informationen

Interesse geweckt? Eine Reihe von Google Hangouts bietet die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit Wissenschaftlern zu sprechen. Ein Hangout in deutscher Sprache ist geplant für:

Dienstag, 17. Dezember 16:00 Uhr (nicht 15.30 Uhr wie zunächst mitgeteilt!)

Weitere Auskünfte erteilt: PD Dr. Hans Peter Beck, Hans.Peter.Beck@cern.ch

Bitte beachten: Bewerbungen müssen in englischer oder französischer Sprache, den offiziellen Sprachen des CERN, eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und dem Teilnahmeverfahren (in englischer und französischer Sprache) finden Sie hier. (siehe Downloads/Links: Informationen zum CERN-Wettbewerb)

Eine Videopräsentation zum Wettbewerb finden Sie hier:

http://cds.cern.ch/record/1642537 (Downloads/Links: Viedopräsientation zum CERN-Wettbewerb)

Text in enger Anlehnung an die Medienmitteilung des CERN (veröffentlicht 30. 11. 2013)

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